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| Seit 2007 finden weitere
Untersuchungen auf dem Gelände durch die University of Cambridge
(Grabungsleitung P: Rose und K: Spence) statt und seit 2011 ist dies
ein gemeinsames Projekt mit dem österreichischen
Archaeological Institut in Kairo. Ein Ziel dieser Kampagne ist es, die Kontextualisierung Sesebis
zu untersuchen und durch die Erforschung des
Hinterlandes und seiner langjährigen Geschichte und somit auch Erkenntnisse
darüber zu gewinnen, welche
Rolle die Stadt in Nubien zur Ausbeutung des Goldes inne hatte. Der
Grundriss der Stadt soll durch geophysikalische Prospektionsmethoden
(z. B. Luftbildarchäologie · Geoelektrik · Begehung · Thermografie)
festgestellt werden. Ein weiteres Forschungsziel ist die Untersuchung der Identität und Lebensweise der Bewohner. |
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| Die Ausdehnung der Stadt
betrug mindestens 5 Hektar, die Einwohnerzahl wird auf ungefähr 1000
- 1500 geschätzt. Umgeben war die Stadt von einer viereckigen
Bastion mit einer Ziegelmauer von ca. 4,6 m Dicke. Der Südwestteil der Stadt bestand aus einem Block eng aneinander gebauten Häuser. Die Straßen sind planmäßig im Rastersystem angelegt und werden von 2 Hauptstraßen, die sich rechtswinkelig kreuzen, in vier Bezirke unterteilt. Es lassen sich zwei Typen von Häusern unterscheiden: - kleine Häuser mit einer großen Halle und vier oder mehr Innenräume sowie einer Küche, aber ohne Sanitäranlagen. - im Norden größere Häuser mit oberen Etagen, evtl. mit Bädern, Ankleideräume und Schlafzimmer mit einer Nische für das Bett. Eine Besonderheit der Häuser in Sesebi ist, daß die Häuser unterkellert waren. Im Ostteil der Stadt ergaben Untersuchungen Spuren einer von einem Graben umschlossenen früheren Anlage, wobei es sich um Reste einer früheren Besiedlung handeln könnte, welche bereits vor der Stadtgründung bestand. Vergleicht man diese Stadt mit der nur ein paar Jahre später neu gegründeten Stadt in el-Amarna, so fallen einige Unterschiede auf. Die Häuser in Sesebi waren von keinem großzügigem Garten umgeben und die viel kleineren Häuser waren mit Keller ausgestattet. Die sorgfältig geplante Stadt läßt sich eher mit der Arbeitersiedlung von el-Amarna vergleichen, die zweckbezogen als staatlich verwaltete Siedlung errichtet wurde. So geht man davon aus, daß die Bewohner in ihrer Zusammensetzung keinen repräsentativen Querschnitt der ägyptischen Gesellschaft darstellten, als keine typisch ägyptische Stadt bildeten, die einfach nach Nubien angesiedelt worden wäre. |
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Haupttempel. |
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Übersicht über das Ausgrabungsgelände |
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Blick über das Wohnquartier. |
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Mit Inschriften, Reliefs und Graffiti dekorierte Säulen vom Haupttempel. |
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