König Sechemchet
 

Bild: Clayton, Peter; Die Namen der Pharaonen.
Wie schon erwähnt, wußte man außer dem Namen auf diesem Relief im Wadi Maghara nicht weiter über diesen König. Sechmet wird darauf mit drei nach rechts schreitenden Verkörperungen gezeigt. Zwei von ihnen tragen die Weiße Krone, vor ihren Gesichtern stehen ihre Namen in einem serech. Der mittlere König trägt die Rote Krone. Gezeigt wird der König in einer typischen EdF- Szene (Erschlagen der Feinde) mit einer Keule.
 
Der Archäologe Zakaria Goneim und damaliger neu ernannter Chefinspektor der ägyptischen Antikenverwaltung in Sakkara untersuchte 1951 das Gelände südwestlich der ummauerten Pyramide von Djoser und entdeckte dabei Überbleibsel einer Strebemauer.
 Beim Weitergraben fand er eine 8,20m hohe Mauer, die auf dem Felsplateau stand. Es handelte sich um ein Fundament einer Pyramide mit Umfassungsmauer, ähnlich wie bei Djoser. Diese Anlage war unvollendet geblieben. Vielleicht, weil Sechemet nach nur 6 Regierungsjahren vor Vollendung der Bauarbeiten starb. Falls diese Pyramide fertig geworden wäre, hätte sie die Höhe der Pyramide seines Vorgängers Djoser wahrscheinlich übertroffen.
Besonders gut erhalten war der Pyramidenkomplex an der Nordseite, von wo ein steiler, langer Graben zu einem Eingang führt, der in den Fels gehauen war (siehe Foto). Ein großer Teil des Einganges war mit schwer zu entfernenden Steinsbrocken gesperrt. Als diese entfernt wurden, fand man in einer Nische hinter dem Geröll 21 goldene Armbänder und -reifen, ein hohles Goldgefäß und eine  kostbare Schatulle in Muschelform, die wahrscheinlich in einer Holzkiste aufbewahrt waren.
Der Eigentümer dieser Anlage konnte durch fünf kleine Gefäßsiegel aus Ton identifiziert werden, die den Namen Sechemet trugen.


 

Bild: Clayton, Peter; Die Namen der Pharaonen.
Nach weiteren Ausgrabungsarbeiten wurde dieser Sarkophag aus durchscheinendem Alabaster gefunden, der aus einem einzigen Block gefertigt war. Es ist der einzige, der bisher gefunden wurde, der nicht mit einem Deckel verschlossen war, sondern mit einem T-förmigen Schieber an der Kopfseite. Spuren der alten Gipsversiegelung waren noch zu erkennen, ebenso befanden sich auf der Oberseite noch organische Reste, die vielleicht von Zweigen oder Blumenopfern stammten. Ein Zeichen, weshalb anzunehmen ist, daß der Sarkophag nicht angetastet und geplündert wurde. Nach dem Öffnen stellte sich heraus, daß dieser leer war und wahrscheinlich nicht benutzt wurde.
Es wird angenommen, daß der König evtl. woanders bestattet ist oder sich in den noch nicht vollständig erforschten labyrinthartigen Gängen, bestattet ist.
Fotos von Andreas Bordt, wenn nicht anders erwähnt.

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