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Der Tempel Kom Ombo liegt wenige
Kilometer westlich von der heutigen Ortschaft Kom Ombo.
Schon zu Zeiten von Amenophis I. ,
Tutmosis II. und Ramses III. erhoben sich am Platz des erhaltenen
Heiligtums Sakralbauten.
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Die Anlage, wie sie sich heute zeigt,
ist eine ptolemäische Gründung aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. Ungewöhnlich
an diesem Tempel ist, daß es sich um ein Doppelheiligtum handelt. |
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Architektonisch ein
einziges Bauwerk, sind die beiden Hälften, getrennt durch eine gedachte
Linie, zwei Göttern geweiht, dem krokodilsköpfigen Sobek und den
falkenköpfigen Haroeris (ältester Horus). |

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Da die beiden Götter in
unterschiedlichen Ritualen verehrt wurden, konstruierten die Baumeister
zwei symmetrische Hälften. Sie sind zwar eine Einheit, haben aber jedoch
zwei eigene Eingänge.
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Der Tempel liegt unmittelbar
am östlichen Nilufer und steckte noch bis zu seiner Freischaufelung im
Jahre 1893 völlig im Bauschutt.
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Durch seine Nähe zum Fluß sind vor
allem die dem Ufer zugewandten Nebenbauten durch Überflutung oder
Unterspülung weggerissen worden.
Der Eingangspylon ist zerstört und
auch die Hofkolonnaden haben in den beiden vergangenen Jahrtausenden arg
gelitten. |

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In der Mitte des
Hofes stand einst ein Altar. Die Wände, der sich anschließenden Vorhalle,
in der sich zehn Säulen mit Palmenkapitalen erheben, zeigen Kultszenen.
In den nächsten Saal führen zwei Tore, jedes für eine Gottheit. |

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In der Südostecke findet man
Darstellungen des Gottes Haroesis, wie er dem
König Eurergetes II. ein Sichelschwert überreicht. Hinter dem Herrscher
stehen seine Schwester und Gemahlin, beide mit dem Namen
Kleopatra. |
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Es schließen sich drei
säulenlose Säle an. Im dritten Saal findet man eine Darstellung von
Philometer und Kleopatra vor dem Mondgott Chons, diese prophezeit dem
Herrscher eine lange Regierungszeit, symbolisiert dadurch, daß er den
Namen des Königs in einen Palmenzweig ritzt. |
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Zwischen dem Säulensaal und der Umfassungsmauer hielt man einst in einem
Becken das heilige Krokodil. |

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Starb es, bestattete man das Tier mit
allen Ehren auf einem Friedhof, der etwa 1 km vom Tempel entfernt lag.
Heute befinden sich in einer Kammer der unvollendet geblieben Hathor -
Kapelle einige Mumien. |
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Reichlich sind die
Wände und Säulen mit noch gut erhaltenen Reliefs geschmückt.
Links zum Beispiel eine Kultszene: die Reinigung des Königs durch Horus
und Thot.
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An den Wänden
entdeckt man auch Abbildungen von chirurgischen
Instrumenten, die Imhotep, der Arzt und Wesir des Königs Djosers
der 4. Dynastie, selbst entwarf. Auch wird dort die Geburt eines Kindes
gezeigt. Die Frau kauert oder sitzt auf einem Stuhl, unter dem Tücher zu
liegen scheinen. Also fast so, wie eine Geburt in vielen Ländern auch
heute noch statt findet. |
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Es ist demnach davon auszugehen, daß
der Tempel früher auch als medizinisches Zentrum gedient hat. Gelesen
habe ich auch, daß Kom Ombo auch ein Orakelort, vergleichbar mit der Oase
Siwa oder Delphis in Griechenland gewesen sein soll...
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| Viel gäbe es
noch über diesen bedeutsamen Ort zu berichten, ich denke, um einen ersten
Eindruck zu bekommen, reichen diese Informationen aus.
        
Wieder neigt sich ein ereignisreicher
Tag zu Ende. Am nächsten Tag werden wir den bekannten Assuan-Staudamm
sehen ... blättert weiter auf die nächsten Seite ... |
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